Der Kaffeebaum – der Kaffeestrauch

Wild wachsend kommt der Kaffeebaum nur mehr wachsend in Äthiopien vor und erreicht dort eine Höhe von 12-15 Metern. Bis heute ist er zu einer ausgesprochenen Kulturpflanze geworden, die sehr viel Pflege benötigt. Jungpflanzen des Kaffeebaumes werden aus geeigneter Saat gezüchtet. Das sind Kaffeebohnen von jungen, gesunden und reich tragenden Bäumen. Die Kaffeebohnen werden in einem Saatbeet knapp unter die Erde  gedrückt, und nach etwa 5-6 Wochen erscheinen  die ersten Pflänzchen. Das Aussetzen in der Plantage erfolgt zwischen dem 5. und 9. Monat, möglichst unter den sogenannten „Schattenbäumen“, um die Jungpflanzen vor direkter Sonnenbestrahlung zu schützen. Diese Schattenbäume werden entweder bei der Rodung des Urwaldes stehen gelassen oder speziell für diesen Zweck gepflanzt. In Brasilien werden ca. 50 Kaffeebohnen direkt am vorgesehenen Standort eingegraben und davon 5 bis 7 Pflänzchen strauchartig gezogen. Die Erziehung (Schnitt) der jungen Bäumchen ist länderweise verschieden. Wegen der leichteren Ernte werden Höhen zwischen 2 und 5 Metern bevorzugt. In Brasilien ist wegen der strauchartigen Kultur der Rückschnitt weniger üblich.

Der ausgewachsene Kaffeebaum hat durch die kreuzweise Anordnung der Seitenäste einen regelmäßigen Aufbau. Die Blätter sind kurzstielig, elliptisch geformt und lederartig. Sie sind an ihrer Oberseite dunkelgrün und an der Unterseite blassgrün. Meist sind am selben Baum Blüten und Früchte gleichzeitig vorhanden. Die Pfahlwurzel reicht bis zu 5 Meter in den Boden. Die ersten Ernten erfolgen nach etwa 3 bis 4 Jahren. Die Früchte benötigen 9 Monate, um zu reifen , und der Ertrag eines Baumes beträgt ca. 400-1000g verkaufsfertiger Bohnen. Die Lebensdauer eines Baumes liegt entsprechend den verschiedenen Umweltbedingungen zwischen 20 und 50 Jahren.