Kaffeegrundzubereitungsarten

Die Qualität eines Kaffeegetränks ist von verschiedenen Faktoren abhängig

  • von der verwendeten Kaffeeart; Hochlandkaffees haben mehr Aroma Tieflandgewächse,
  • von der Röstung; dunkel geröstete Kaffeesorten haben ein eher bitteres Aroma,
  • von der Verpackung; möglichst luftdicht und aromageschützt verpacken, angebrochene Packungen sollen rasch verbraucht werden,
  • von der Lagerung; gemahlener Kaffee ist nur bedingt (und vakuum-verpackt lagerbar), Bohnenkaffee ist länger haltbar. In beiden Fällen ist jedoch eine kühle und trockene Aufbewahrung erforderlich,
  • von der Art der Mahlung; grob gemahlener Kaffee ergibt einen dünneren Aufguß als fein gemahlener Kaffee. Am besten wird Kaffee immer portionsweise frisch gemahlen, von der Menge des verwendeten Kaffees; für eine Tasse Mokka (Espresso) rechnet man 6 bis 8 Gramm gemahlenen Kaffee,
  • von der Wasserhärte; kalkfreies Wasser oder Regenwasser sind zur Kaffeebereitung ungeeignet, wegen der fehlenden Mineralsalze würde der Aufguß leer und fad schmecken. Weiches Wasser laugt den Kaffee stärker aus und macht ihn dadurch extraktreicher. Überhaupt hat der Härtegrad des Wassers einen wesentlichen Einfluss auf die Kaffeequalität. Dieselbe Kaffeesorte, an zwei verschiedenen Orten verwendet, kann durchaus eine unterschiedliche Qualität ergeben.

Gekochter Kaffee

Für Häferlkaffee werden gemahlener Bohnenkaffee und Kaffeezusatz (Malz-,Feigenkaffee) mit kaltem Wasser auf offener Flamme zugestellt. Während des Erhitzens wird das Kaffeegetränk zugedeckt. Nach zwei- bis dreimaligem Aufwallen wird dann mit kaltem Wasser, welches man über den Deckel gießt, abgeschreckt . Anschließend lässt man den Kaffee kurze Zeit ziehen, damit der Satz absinken kann.

Karlsbader Kaffee

Die Zubereitung dieses Kaffeegetränks ist wegen des erforderlichen Zeitaufwandes eher selten geworden. Die Karlsbader Maschine besteht aus einer Porzellan-Kaffeekanne, dem Porzellan-Kaffeefilter mit Siebboden und dem Wasserverteiler mit Deckel, ebenfalls aus Porzellan. Grießkörniger Kaffee wird in den Kaffeefilter gegeben, den man der vorgewärmten Kaffeekanne ausgesetzt hat, über den Wasserverteiler wird das kochende Wasser aufgegossen. Es ist zweckmäßig, die Maschine in ein Warmwasserbad zu stellen.

Aufgußkaffee

Das in der Kaffeekanne befindliche und normal gemahlene Kaffeemehl wird mit kochend heißem Wasser überbrüht. Nach einer Ziehzeit von ca. sechs Minuten kann der fertige Kaffee abgeseiht werden.

Filterkaffee (Melittamethode)

Diese Art der Kaffeezubereitung ist die für Haushalte gebräuchlichste Methode. Der Kaffee kann rasch, einfach und völlig satzfrei hergestellt werden. In gewerblichen Betrieben wird vor allem der Frühstückskaffee so zubereitet. Gemahlener Kaffee wird in einen Papier- oder Dauerfilter gegeben und mit sehr heißem – jedoch nicht kochendem – Wasser übergossen.

Kona-Kaffee (Cona Coffee)

Die Maschine für diesen Kaffee besteht aus zwei übereinanderliegenden Glasbehältern, die durch den Filter getrennt sind, sowie aus einem kleinen Gasbrenner. Der untere Behälter wird mit kaltem Wasser gefüllt, und auf den Filter kommt der gemahlene Kaffee. Nun wird der Gasbrenner entzündet. Das erhitzte Wasser steigt als Dampf durch den Filter in das obere Gefäß und vermischt sich mit dem Kaffee. Nach dem Ablöschen des Gasbrenners fließt der fertige Kaffee durch den Filter in den unteren Behälter zurück. Diese Kaffeeart kann auch am Tisch des Gastes zubereitet werden.

Espresso-Kaffee

Der Espresso kommt aus Italien und hat fast die ganze Welt erobert. Er ist stark konzentriert und wird unter Druck zubereitet, wobei die Bitterstoffe ausgepresst werden, die diesem Kaffee den besonderen Geschmack geben. Richtig zubereiteter Espresso hat immer eine dichte, cremige Schaumkrone und muss sehr heiß serviert werden.